Das Anschreiben

Gut die Hälfte aller Bewerbungen schicken wir nach der ersten Durchsicht gleich wieder an die Bewerber zurück. Gründe hierfür sind formale Fehler, Flecken und Eselsohren, fehlerhafte Rechtschreibung oder ein uninteressantes und nichtssagendes Anschreiben.

Beim ersten Blick auf die Unterlagen, der oft nicht länger als 30 Sekunden dauert, spielt das Bewerbungsanschreiben eine wichtige Rolle. Es ist die Visitenkarte deiner gesamten Bewerbungsmappe.

Wenn du hier gut formulierst, glaubwürdige Gründe lieferst, warum wir gerade dich ausbilden sollen, und wenn du die gängigen, formalen Standards und unsere nachfolgenden Tipps berücksichtigst, hast du die erste Hürde genommen und gute Chancen, weiter im Rennen zu bleiben.

In vielen Tipps liest man, dass das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein soll, da die Zeit des Lesers, also des Personalentscheiders, Chefs oder Ausbilders, meistens knapp ist. Bei uns ist das anders. Wir nehmen uns Zeit für deine Bewerbung. Falls du also mehr als eine Seite schreiben möchtest, kannst du das gerne tun. Eins sollte dir dabei aber klar sein: Menge kann keine Qualität ersetzen.

Nimm du dir bitte auch die Zeit und formuliere ein Anschreiben nur für uns. Eine Standardbewerbung, in der du nur die Adresse des Empfängers austauschst, sehen wir nicht gerne. Zudem kannst du dich mit Standardschreiben ohnehin nicht von der Masse abheben.

Im Folgenden geben wir dir Hinweise zu den einzelnen Inhalten des Anschreibens.

Absender

Platziere deine Anschrift inklusive Telefon- und Mobilnummer sowie deiner E-Mail-Adresse oben links.

Da in Deutschland fast alles genormt ist, gibt es auch für den Briefaufbau eine DIN-Norm. Falls es dich interessiert, orientiere dich hier an der DIN 5008. Weitere Informationen zur DIN 5008 erhältst du unter http://www.tastschreiben.de/p0400010.htm.

Empfänger

Falls du an ein Unternehmen schreibst, nenne zuerst den Firmennamen, dann die zuständige Filiale (sofern erforderlich und bekannt) und/oder Abteilung, danach den zuständigen Bearbeiter namentlich.

Die Bewerbungen an uns richtest du bitte an:

Creditreform Hagen Berkey & Riegel KG
Stefanie Mewing-Behrens
Riemerschmidstr. 1-3
58093 Hagen

oder per Mail an ausbildung@hagen.creditreform.de. Empfängerin hier ist ebenfalls Stefanie Mewing-Behrens.

Betreff

Nenne einfach den Grund deines Schreibens/deiner Bewerbung. Falls du schon vorher mit uns telefoniert oder einen Brief von uns bekommen haben solltest, nimm darauf in der zweiten Zeile Bezug. Ebenfalls solltest du den Zeitpunkt, für welchen du dich bewirbst, im Betreff angeben. Die Betreffzeile kannst du optisch durch Fettschrift hervorheben.

Anrede

Wie bereits gesagt, ist die Ansprechpartnerin bei uns Stefanie Mewing-Behrens. Versuche bei Bewerbungen an andere Unternehmen dein Schreiben persönlich zu adressieren. Häufig ist der zuständige Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin in der Anzeige angegeben. Falls nicht, frag telefonisch an, ob du deine Bewerbung an jemanden persönlich richten darfst.

Einstieg

Verzichte unbedingt auf langweilige Standardeinleitungen. Also bitte keine Schnarchsätze wie „Hiermit bewerbe ich mich um…“. Mindestens jeder zweite Bewerber beginnt so. Hab Erbarmen mit uns und dem Personalchef in anderen Unternehmen. Wir müssen diesen Satz zigmal lesen. Überrasche uns mit etwas Individuellem.

Grund der Bewerbung

Das ist das Kernstück des Anschreibens. Hier zeigt sich, wie intensiv du dich vorher mit uns und unserem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Schaue dir hierzu unbedingt unsere Homepage an. Nun gilt es, überzeugend und glaubhaft zu formulieren, weshalb du gerade bei uns einen Ausbildungsplatz anstrebst und/oder weshalb du dich überhaupt für diesen Beruf entschieden hast.

Schul- bzw. Ausbildungsdaten

Du solltest im Anschreiben erwähnen, in welche Klasse du gehst und wann du die Schule verlassen wirst. Schreibe hierbei aber bitte nicht „Ich werde voraussichtlich im Juni 2013 die Schule mit dem Abitur verlassen.“ Das „voraussichtlich“ vermittelt den Eindruck, dass du dir selbst nicht sicher bist, dass du den Abschluss schaffst.

Qualifikationen

Nenne Argumente, die dafür sprechen, dass man sich für dich entscheiden sollte. Wichtig ist, zumindest in Ansätzen auf den Text der Stellenanzeige (soweit vorhanden) einzugehen. Betone deine Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften und erläutere insbesondere, wo du diese schon unter Beweis gestellt hast. Du kannst hier auch deine Lieblingsfächer in der Schule nennen (solange sie in Bezug zum Ausbildungsberuf stehen und sie auch entsprechend gut benotet sind).

Zusatzinfos

  • Wohnst du aktuell weit entfernt vom Arbeitsort, ist es hilfreich, wenn du darauf hinweist, dass du im Falle einer Zusage umziehen wirst. Ansonsten könnte die große Entfernung zwischen dir und der Stelle stehen, da wir uns ansonsten Gedanken machen, wie du die tägliche Strecke (insbesondere im Winter) problemlos und pünktlich meistern wirst.

  • Solltest du bereits eine Lehre angefangen und abgebrochen haben, so ist es ratsam hierauf im Anschreiben kurz einzugehen. Es ist wichtig, dass du den Eindruck bei uns bzw. Dem Leser vermeidest, dass du nicht weißt, was du willst bzw. keine Ausdauer oder Lust an der Arbeit hast. Sofern du den Grund für den Abbruch der Lehre nicht schriftlich mitteilen möchtest, solltest du zumindest erwähnen, dass du den Grund im persönlichen Gespräch erläutern wirst.

  • Wenn du erst verspätet eine Stellenanzeige siehst (weil du z.B. Im Urlaub warst), erläutere bitte den Grund für die verspätete Bewerbung. Sollte deine Bewerbung nämlich erst 3 oder 4 Wochen nach Anzeigenveröffentlichung eingehen, so kann der Eindruck entstehen, dass du kein besonders großes Interesse an der Stelle hast, ansonsten hättest du dich bereits eher bzw. unmittelbar beworben.

  • Sollte an deiner Schule die Regelung bestehen, dass ausschließlich nur soziale Praktika zu absolvieren sind und du bewirbst dich nun z.B. für einen kaufmännischen oder technischen Beruf, solltest Du darauf hinweisen, dass es dir aufgrund der Regelung nicht möglich war, ein dem Berufswunsch entsprechendes Praktikum zu absolvieren. Ansonsten könnte das soziale Praktikum als Makel ausgelegt werden, weil es nicht zur kaufmännischen oder technischen Ausbildung passt und somit den roten Faden im Lebenslauf unterbricht.

Abschluss

Versuche eine freundliche und verbindliche Schlussformulierung zu finden, um dein Ziel – nämlich die Einladung zum Vorstellungsgespräch – zu erreichen. Übrigens: Ein guter Weg, Selbstbewusstsein zu demonstrieren, ist auf Konjunktive zu verzichten. Anstatt „ich würde mich freuen“ schreibst du „ich freue mich“.

Grußformel

Bitte nicht: „Hochachtungsvoll“ oder „Mit herzlichem Gruß“. Am besten: „Mit freundlichen Grüßen“. Wenn du dich in einer anderen Stadt oder einer anderen Region bewirbst, kannst du die Grußformel auch erweitern, z. B.: „Mit freundlichen Grüßen aus Witten“ oder „Mit freundlichen Grüßen nach Hagen“.

Unterschrift

Kürze nichts ab und unterschreibe dein Bewerbungsanschreiben am besten gut leserlich.

Die außergewöhnliche Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement für den Bereich Hagen, Lüdenscheid und Schwelm.