Bewerbungstipps

Mit den nachfolgenden Tipps möchten wir dir eine Hilfestellung für die Erstellung deiner Bewerbung geben. Wir haben diese zwar für unser Unternehmen erstellt, sie gelten aber auch für andere Unternehmen. Viele dieser Punkte haben wir in Gesprächen mit anderen Unterhemen bestätigt bekommen.

Zudem haben wir einen Teil der nachfolgenden Ausführungen von der Aubi-Plus Seite (www.aubi-plus.de) und von den Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr e.V. übernommen.

Sollte es für die Bewerbung an uns in einzelnen Punkten Besonderheiten geben, die vom Üblichen abweichen, weisen wir gesondert darauf hin.

Worum geht es bei deiner Bewerbung?

Du wirbst für dich.

Mit deiner (Be-)Werbung musst du den Leser – also uns – überzeugen.

Deshalb solltest du deine Bewerbung so gestalten, dass sie uns gefällt und sich von den anderen ca. 70 – 100 Bewerbungen, die wir bekommen, positiv abhebt.

Bei deiner Bewerbung kommt es auf das Aussehen, die Form und den Inhalt an. Entscheidend ist der Inhalt, aber du solltest nicht die Wirkung des ersten Eindrucks außer Acht lassen und du hast nur eine einzige Chance für den ersten Eindruck.

Wichtig ist auch, wie schnell du dich auf eine Stelle bewirbst. Wird eine Stellenanzeige veröffentlicht, die dich interessiert, solltest du die Bewerbung unmittelbar schreiben und nicht denken, dass das noch bis nächste oder übernächste Woche Zeit hat. Je schneller die Bewerbung beim Unternehmen ankommt, desto größer wird dein Interesse an der Stelle eingeschätzt.

Bevor du deine Bewerbung schreibst, kläre bitte – sofern dir die Info hierzu nicht vorliegt – ob du dich bei dem Unternehmen online / per E-Mail bewerben kannst. Wir freuen uns über Online-Bewerbungen, nehmen aber selbstverständlich auch schriftliche Bewerbungen an.

Online-Bewerbung

Die Online-Bewerbung ist eine zeitgemäße Bewerbungsform. Die Zahl der Unternehmen, die eine digitale Bewerbung akzeptieren, wächst stetig. Aber Vorsicht: Nicht jede E-Mail-Adresse in einem Ausbildungsangebot ist eine Aufforderung zur Bewerbung auf elektronischem Wege.

Einige Unternehmen nehmen Bewerbungen nur noch über den digitalen Weg entgegen. Die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: schnellere Bearbeitung, bessere Verwaltung und geringere Papierflut an Bewerbungsunterlagen und nicht zuletzt geringere Kosten. Entspricht eine Bewerbung nicht dem gesuchten Stellenprofil oder den gängigen Standards, landet sie ohne großen Aufwand per Mausklick im virtuellen Papierkorb.

Dein Vorteil als Stellenbewerber: Du sparst wertvolle Zeit bei der Erstellung und hohe Kosten für die Bewerbungsmappe und das Porto. Eine Online-Bewerbung nach allen Regeln der (Internet-)Kunst beweist deinen Umgang mit einem Medium, dessen Beherrschung für viele Berufe fast schon Grundvoraussetzung ist.

Die verschiedenen Arten der Online-Bewerbung:

  1. Die Bewerbung per E-Mail
  2. Die Bewerbung über ein Online-Bewerbungsformular auf der Firmenhomepage
  3. Ergänzende Maßnahmen

Das Internet steht zwar für Schnelligkeit, aber trotzdem haben auch Onlinebewerbungen nur Erfolg, wenn sie mit der gleichen Sorgfalt erstellt werden, wie die klassische Variante. Darüber hinaus gibt es noch einige Aspekte, die es bei der digitalen Sonderform der Bewerbung zu beachten gilt:

  • Dateianhänge (Lebenslauf, Zeugnisse,…) sollten im PDF-Format gespeichert werden. Je nach Umfang der Bewerbungsunterlagen und nach Vorliebe des Personalers empfiehlt es sich zum Beispiel die Zeugnisse zu einer großen PDF zusammen zu fassen oder einzelne PDF Dokumente zu verschicken. Ebenso wichtig ist die eindeutige Betitelung der Dateien. Wir haben es am liebsten, wenn du deine Bewerbung in einer Datei zusammenfasst.
  • Es ist ganz einfach, aus einem Worddokument eine PDF zu generieren. Falls du noch keinen virtuellen PDF-Drucker auf deinem Rechner installiert hast, kannst du dir diesen z.B. unter http://freepdfxp.de/ herunterladen.
  • Beachte die Größe der angehängten Dateien. Da einige Unternehmen (wir nicht) eine Größenbeschränkung beim Mail-Eingang eingerichtet haben, sollte deine Mail die Gesamtgröße von 2-3 MB nicht überschreiten. Erkundige dich vorsichtshalber beim Unternehmen was die Maximalgröße für E-Mails ist.
  • Die Online-Bewerbung ist eine reguläre Bewerbung und kein Chat mit Freunden. Verwende auf keinen Fall Emoticons wie z. B. Smileys.
  • Ebenso unangebracht sind unseriöse Mailadressen bzw. Adressen, die dich im unpassenden Licht darstellen, wie z.B. feierbiest@anbieter.de oder langschlaefer@anbieter.de. Idealerweise solltest du eine Adresse verwenden, die deinen Vor- und Nachnamen enthält (Bsp.: hans.mustermann@anbieter.de oder h.mustermann@anbieter.de)

Die Bewerbungsmappe

Egal ob du nun deine Bewerbung per Post oder per Mail abschicken möchtest, solltest du die folgenden Hinweise für die Bewerbungsmappe berücksichtigen.

Die Mappe ist deine Visitenkarte, und man sollte ihr ansehen, dass du dir viel Mühe gemacht hast und dir deine Bewerbung an uns sehr wichtig ist. Es gibt im Fachhandel unterschiedliche Bewerbungsmappen. Wir haben hier keine Präferenzen.

Eines ist aber bei uns ein klares No-Go: Bewerbungen als Lose-Blatt-Sammlungen, ob mit Büroklammer zusammengeheftet oder nicht, sind nahezu ein Garant für eine Absage.

Beachte bitte: Wer sich oberflächlich bewirbt, wird auch als oberflächlich eingestuft und somit nicht eingeladen.

Was die einzelnen Unterlagen angeht:

  • Verwende eine etwas festere Papierqualität (80 – 100 g)
  • Drucke Anschreiben, Lebenslauf etc. in einer gut lesbaren, schnörkellosen und einheitlichen Schrift (z. B. Arial, Verdana oder Tahoma) in der Größe 11 – 12 pt aus
  • Die Texte sollten nicht gequetscht wirken und in sinnvolle Absätze gegliedert sein
  • Achte auf absolute Sauberkeit! Tipp-Ex, Eselsohren, Kaffeeflecken oder Rechtschreibfehler sind unverzeihlich!

Als Wirtschaftsauskunftei und Inkassobüro gehen wir mit hochsensiblen Daten um. Deshalb ist uns die Sorgfalt bei Schreiben logischerweise sehr wichtig. Sollten in deinem Anschreiben also übermäßig viele Fehler enthalten sein, erlauben wir uns, dir deine Bewerbung unmittelbar mit Markierung aller Fehler zurückzusenden. Einen zweiten Versuch hast du dann leider bei uns nicht mehr, denn du hast deine erste und einzige Chance für den ersten guten Eindruck nicht genutzt.

Deine Unterlagen

Achte bei deinen Bewerbungsunterlagen auf die Vollständigkeit. Eine komplette Bewerbungsmappe sollte sich aus den folgenden Unterlagen zusammensetzen, die in der folgenden Reihenfolge in der Mappe eingeheftet (bzw. bei der Online-Bewerbung sortiert) sein sollten:

  • Ein ansprechend gestaltetes Deckblatt
  • Ein ausführliches und individuelles Bewerbungsanschreiben
  • Ein tabellarischer Lebenslauf
  • Die Kopien der letzten Zeugnisse (einige Unternehmen möchten diese möglichst beglaubigt)
  •  Zertifikate, Nachweise, Qualifikations- oder Praktikumsnachweise, sofern vorhanden

Das Deckblatt

Das Deckblatt ist kein Muss, aber es ist von großem Vorteil, insbesondere wenn du eine Bewerbungsmappe mit transparentem Deckel wählst. Es liefert uns bzw. dem Personalchef auf den ersten Blick wichtige Informationen zu deiner Bewerbung und verleiht ihr eine persönliche Note.

Zudem gewinnst du Raum beim Lebenslauf, da du das Lichtbild bereits hier einkleben kannst. Dabei gibt es Informationen, die unbedingt auf einem Deckblatt stehen sollten und zusätzliche Möglichkeiten, die individuell einsetzbar sind. Wichtig für den Text ist generell, dass möglichst eine einheitliche Schrift verwendet wird, die höchstens in Größen variiert.

Das Anschreiben

Gut die Hälfte aller Bewerbungen schicken wir nach der ersten Durchsicht gleich wieder an die Bewerber zurück. Gründe hierfür sind formale Fehler, Flecken und Eselsohren, fehlerhafte Rechtschreibung oder ein uninteressantes und nichtssagendes Anschreiben.

Beim ersten Blick auf die Unterlagen, der oft nicht länger als 30 Sekunden dauert, spielt das Bewerbungsanschreiben eine wichtige Rolle. Es ist die Visitenkarte deiner gesamten Bewerbungsmappe.

Wenn du hier gut formulierst, glaubwürdige Gründe lieferst, warum wir gerade dich ausbilden sollen, und wenn du die gängigen, formalen Standards und unsere nachfolgenden Tipps berücksichtigst, hast du die erste Hürde genommen und gute Chancen, weiter im Rennen zu bleiben.

In vielen Tipps liest man, dass das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein soll, da die Zeit des Lesers, also des Personalentscheiders, Chefs oder Ausbilders, meistens knapp ist. Bei uns ist das anders. Wir nehmen uns Zeit für deine Bewerbung. Falls du also mehr als eine Seite schreiben möchtest, kannst du das gerne tun. Eins sollte dir dabei aber klar sein: Menge kann keine Qualität ersetzen.

Nimm du dir bitte auch die Zeit und formuliere ein Anschreiben nur für uns. Eine Standardbewerbung, in der du nur die Adresse des Empfängers austauschst, sehen wir nicht gerne. Zudem kannst du dich mit Standardschreiben ohnehin nicht von der Masse abheben.

Im Folgenden geben wir dir Hinweise zu den einzelnen Inhalten des Anschreibens.

Absender

Platziere deine Anschrift inklusive Telefon- und Mobilnummer sowie deiner E-Mail-Adresse oben links.

Da in Deutschland fast alles genormt ist, gibt es auch für den Briefaufbau eine DIN-Norm. Falls es dich interessiert, orientiere dich hier an der DIN 5008. Weitere Informationen zur DIN 5008 erhältst du unter http://www.tastschreiben.de/p0400010.htm.

Empfänger

Falls du an ein Unternehmen schreibst, nenne zuerst den Firmennamen, dann die zuständige Filiale (sofern erforderlich und bekannt) und/oder Abteilung, danach den zuständigen Bearbeiter namentlich.

Die Bewerbungen an uns richtest du bitte an:

Creditreform Hagen Berkey & Riegel KG
Stefanie Mewing-Behrens
Riemerschmidstr. 1-3
58093 Hagen

oder per Mail an ausbildung@hagen.creditreform.de. Empfängerin hier ist ebenfalls Stefanie Mewing-Behrens.

Betreff

Nenne einfach den Grund deines Schreibens/deiner Bewerbung. Falls du schon vorher mit uns telefoniert oder einen Brief von uns bekommen haben solltest, nimm darauf in der zweiten Zeile Bezug. Die Bezugszeile kannst du optisch durch Fettschrift hervorheben.

Anrede

Wie bereits gesagt, ist die Ansprechpartnerin bei uns Stefanie Mewing-Behrens. Versuche bei Bewerbungen an andere Unternehmen dein Schreiben persönlich zu adressieren. Häufig ist der zuständige Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin in der Anzeige angegeben. Falls nicht, frag telefonisch an, ob du deine Bewerbung an jemanden persönlich richten darfst.

Einstieg

Verzichte unbedingt auf langweilige Standardeinleitungen. Also bitte keine Schnarchsätze wie „Hiermit bewerbe ich mich um…“. Mindestens jeder zweite Bewerber beginnt so. Hab Erbarmen mit uns und dem Personalchef in anderen Unternehmen. Wir müssen diesen Satz zigmal lesen. Überrasche uns mit etwas Individuellem.

Grund der Bewerbung

Das ist das Kernstück des Anschreibens. Hier zeigt sich, wie intensiv du dich vorher mit uns und unserem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Schaue dir hierzu unbedingt unsere Homepage an. Nun gilt es, überzeugend und glaubhaft zu formulieren, weshalb du gerade bei uns einen Ausbildungsplatz anstrebst und/oder weshalb du dich überhaupt für diesen Beruf entschieden hast.

Schul- bzw. Ausbildungsdaten

Du solltest im Anschreiben erwähnen, in welche Klasse du gehst und wann du die Schule verlassen wirst. Schreibe hierbei aber bitte nicht „Ich werde voraussichtlich im Juni 2013 die Schule mit dem Abitur verlassen.“ Das „voraussichtlich“ vermittelt den Eindruck, dass du dir selbst nicht sicher bist, dass du den Abschluss schaffst.

Qualifikationen

Nenne Argumente, die dafür sprechen, dass man sich für dich entscheiden sollte. Wichtig ist, zumindest in Ansätzen auf den Text der Stellenanzeige (soweit vorhanden) einzugehen. Betone deine Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften und erläutere insbesondere, wo du diese schon unter Beweis gestellt hast. Du kannst hier auch deine Lieblingsfächer in der Schule nennen (solange sie in Bezug zum Ausbildungsberuf stehen und sie auch entsprechend gut benotet sind).

Zusatzinfos

  • Wohnst du aktuell weit entfernt vom Arbeitsort, ist es hilfreich, wenn du darauf hinweist, dass du im Falle einer Zusage umziehen wirst. Ansonsten könnte die große Entfernung zwischen dir und der Stelle stehen, da wir uns ansonsten Gedanken machen, wie du die tägliche Strecke (insbesondere im Winter) problemlos und pünktlich meistern wirst.

  • Solltest du bereits eine Lehre angefangen und abgebrochen haben, so ist es ratsam hierauf im Anschreiben kurz einzugehen. Es ist wichtig, dass du den Eindruck bei uns bzw. Dem Leser vermeidest, dass du nicht weißt, was du willst bzw. keine Ausdauer oder Lust an der Arbeit hast. Sofern du den Grund für den Abbruch der Lehre nicht schriftlich mitteilen möchtest, solltest du zumindest erwähnen, dass du den Grund im persönlichen Gespräch erläutern wirst.

  • Wenn du erst verspätet eine Stellenanzeige siehst (weil du z.B. Im Urlaub warst), erläutere bitte den Grund für die verspätete Bewerbung. Sollte deine Bewerbung nämlich erst 3 oder 4 Wochen nach Anzeigenveröffentlichung eingehen, so kann der Eindruck entstehen, dass du kein besonders großes Interesse an der Stelle hast, ansonsten hättest du dich bereits eher bzw. unmittelbar beworben.

  • Sollte an deiner Schule die Regelung bestehen, dass ausschließlich nur soziale Praktika zu absolvieren sind und du bewirbst dich nun z.B. für einen kaufmännischen oder technischen Beruf, solltest Du darauf hinweisen, dass es dir aufgrund der Regelung nicht möglich war, ein dem Berufswunsch entsprechendes Praktikum zu absolvieren. Ansonsten könnte das soziale Praktikum als Makel ausgelegt werden, weil es nicht zur kaufmännischen oder technischen Ausbildung passt und somit den roten Faden im Lebenslauf unterbricht.

Abschluss

Versuche eine freundliche und verbindliche Schlussformulierung zu finden, um dein Ziel – nämlich die Einladung zum Vorstellungsgespräch – zu erreichen. Übrigens: Ein guter Weg, Selbstbewusstsein zu demonstrieren, ist auf Konjunktive zu verzichten. Anstatt „ich würde mich freuen“ schreibst du „ich freue mich“.

Grußformel

Bitte nicht: „Hochachtungsvoll“ oder „Mit herzlichem Gruß“. Am besten: „Mit freundlichen Grüßen“. Wenn du dich in einer anderen Stadt oder einer anderen Region bewirbst, kannst du die Grußformel auch erweitern, z. B.: „Mit freundlichen Grüßen aus Witten“ oder „Mit freundlichen Grüßen nach Hagen“.

Unterschrift

Kürze nichts ab und unterschreibe dein Bewerbungsanschreiben am besten gut leserlich.

Der Lebenslauf

Die zweite wichtige Unterlage für deine Bewerbungsmappe ist der Lebenslauf. Je nachdem, was dein bisheriger Werdegang hergibt, sollten folgende Posten darin auftauchen:

  • Persönliche Angaben (Geburtsdatum/-ort, Anschrift, Familienstand, Berufe der Eltern)
  • Ausbildung (Schule/Lehre/Studium) • Praxiserfahrungen (Praktika, Berufserfahrungen)
  • Zusatzqualifikationen (Seminare etc.)
  • Sprach- und EDV-Kenntnisse
  • Evtl. Auslandsaufenthalte (hiermit ist kein Urlaub im Ausland gemeint!!)
  • Sonstiges (z. B. Wettbewerbe, Freiwilliges Soziales Jahr)
  • Hobbys und Ehrenämter
  • Ort, Datum, Unterschrift (mit Füller und in blau)

Angaben wie Gesundheitszustand (es sei denn, du bist durch eine Erkrankung bei bestimmten Tätigkeiten eingeschränkt) oder deine Kindergartenzeit kannst du dir getrost verkneifen. Ob du deinen tabellarischen Lebenslauf chronologisch, etwa beginnend mit den aktuellen Daten (Monatsangaben reichen) oder nach Überschriften sortiert (s. Beispiel) anlegst, bleibt dir überlassen.

Zusammenhängende Texte oder handschriftliche Ausfertigungen sind jedenfalls tabu. Das A und O ist die Übersichtlichkeit!

Wichtig ist auch ein erkennbarer roter Faden. Sprich, es sollte für uns bzw. den potenziellen Chef erkennbar sein, dass es in deinem Leben eine Richtung gibt, die du konsequent verfolgst.

Dies ist zwar für eine Azubi-Bewerbung noch nicht ganz so entscheidend, wie in deinem späteren Berufsleben. Aber auch hier hat es schon eine gewisse Bedeutung. Es geht darum, einen Lebenslauf für eine ganz bestimmte Stelle maßzuschneidern: Je nach Unternehmen und Branche hebst du einfach alle bisherigen Tätigkeiten hervor, die einen konkreten Bezug zum angestrebten Job haben. Beschreib z.B. genauer, was du im Praktikum xy gemacht hast (etwa „Gestalten von Internetseiten“, „Organisation von Veranstaltungen“). Erwähne deine acht Geschwister, falls du dich als Kindergärtner/in bewirbst, deine Lieblingsfächer in der Schule etc. So vermittelst du eine zielstrebige Lebensplanung. Mit deinem gestalterischen Elan als Aushilfe in der Gärtnerei solltest du in einer Bewerbung als Friseur/in dagegen besser nicht hausieren gehen. Oder erläutere, warum du z.B. bei einer Bewerbung als Sanitärinstallateur vorher ein Praktikum als Koch gemacht hast. Ohne eine solche Erläuterung könnte der Eindruck entstehen, dass du eigentlich gar nicht weißt, was du willst und deshalb vielleicht die Ausbildung nach kurzer Zeit abbrechen wirst.

Damit ist dein Lebenslauf aber längst nicht komplett. Was fehlt: dein Foto, falls du nicht mit einem Deckblatt arbeitest. Kleb (!) das Bild am besten oben rechts auf den Lebenslauf.

Die Bedeutung des Fotos wird oftmals unterschätzt. Es spielt eine wichtige Rolle, da es einen großen Einfluss auf unseren ersten Eindruck von dir hat.

Das Bewerbungsfoto spielt eine wichtige Rolle.

Ähnlich wie mit dem Anschreiben, willst du uns bzw. dem Chef vermitteln, dass es sich lohnt, dich näher kennenzulernen. Zudem kommt es nicht selten vor, dass eine Vorauswahl (leider) aufgrund des Bewerbungsfotos getroffen wird. Da spielen qualitative Fähigkeiten auch schon mal eine untergeordnete Rolle.

Dies ist zwar bei uns nicht so, aber dennoch hat ein Bewerber mit einem sympathischen und engagiert wirkenden Foto einen besseren Einstieg bei uns, als ein Foto mit desinteressiertem Schlafzimmerblick.

Damit du bestens gerüstet bist, werden wir dir die wichtigsten Aspekte nennen, worauf wir bzw. Chefs beim Bewerbungsfoto achten.

Eins vorweg: Natürlich kannst du beim Bewerbungsfoto Geld sparen, indem du einfach ein schönes Urlaubsbild oder die billige Variante aus dem Fotoautomaten verwendest. So hast du neben Geld auch noch Arbeit gespart, doch die Chancen auf einen neuen Job sind damit ziemlich aussichtslos. Überschriften und Bilder sind nämlich die ersten Details, die einem Menschen beim Lesen einer Bewerbung auffallen. Zudem erkennen wir auch am Foto, ob dir deine Bewerbung wichtig ist und wie viel dir an dem Job liegt.

Gehe deshalb bitte unbedingt zu einem professionellen Fotografen.

Tolle Fotos bekommt ihr beim Lichtbildpalast Juliane Bukowski.

Chefs begutachten Fotos nach folgenden Kriterien

  • Ausstrahlung
  • Gesichtsausdruck
  • Kleidung
  • Qualität des Fotos
  • Format des Fotos

Das A und O eines guten Bewerbungsfotos liegt in der Ausstrahlung, die du vermittelst. Wenn du den ganzen Tag schon schlecht drauf bist, solltest du das Shooting besser verschieben. Daher ist der Gang zum Fotografen erst dann zu wählen, wenn du mit dem richtigen Bein aufgestanden bist und somit eine positive Grundeinstellung vorhanden ist. Und unbedingt lächeln. Schließlich wirkt ein lächelnder Mensch sympathisch.

Richtige Kleidung beim Bewerbungsfoto

Die Kleidung ist dem Job entsprechend zu wählen. Bei uns ist kein Foto mit Anzug bzw. Kostüm nötig. Bei machen Unternehmen z.B. Banken ist es jedoch angebracht Frauen sollten auch nicht zu sehr mit ihren Reizen spielen und lieber auf zu tiefe Ausschnitte verzichten. Da wir keine Kellnerin für das Oktoberfest suchen, bringt es keinerlei Vorteile. Das Gegenteil ist Fall, da zu aufreizende Bilder billig rüberkommen.

Das Bewerbungsfoto, das oben rechts im Lebenslauf platziert wird, sollte ca. 4 x 6 cm groß sein. Arbeitest du mit einem Deckblatt, dann ist hier ein Bild im Format 6 x 9 cm zu empfehlen.

Bitte beschrifte dein Bewerbungsfoto auf der Rückseite immer mit deinem Namen und deiner Adresse. Dann kann es schnell wieder deiner Bewerbung zugeordnet werden, falls der Kleber einmal nicht vernünftig hält. Am besten befestigst du dein Foto mit beidseitig klebendem Fotokleber, dann sollte nichts schief gehen.

Lass dir das Foto vom Fotografen auch als Datei mitgeben, damit du dieses für die Online-Bewerbungen benutzen kannst.

Die Zeugnisse

Schulzeugnisse

Schicke uns bitte die Zeugnisse der letzten drei Halbjahre. Solltest du nach der mittleren Reife auf die Höhere Handelsschule oder ein Berufskolleg gewechselt haben, so schicke uns bitte auch das Abschlusszeugnis der vorherigen Schule.

Einige Unternehmen möchten die Zeugnisse möglichst beglaubigt haben. Dies ist bei uns nicht nötig. wir Vertrauen unseren Mitarbeitern und Bewerbern. Der Umgang miteinander ist bei uns geprägt durch Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen. Deshalb gehen wir davon aus, dass keiner seinen Start bei uns auf eine gefälschte Basis stellt und seine Karriere damit gefährdet.

Sonstige Zeugnisse

Für jeden Kurs, für jede Teilnahme an Veranstaltungen, Seminaren etc. gibt es mittlerweile Zeugnisse und Zertifikate. Für deine Bewerbungsmappe sind aber lediglich die für die Stelle relevanten Nachweise interessant. Dies sind zum Beispiel Schul- und Studienabschlüsse, Zeugnisse von Weiterbildungsmaßnahmen sowie Arbeitszeugnisse von Praktika und Ferienjobs, die deine Erfahrungen und Qualifikationen im angestrebten Bereich dokumentieren.

Hast du also z.B. an Malkursen teilgenommen, so wäre dies hilfreich für eine Bewerbung als Kindergärtnerin. Bei einer Bewerbung an uns, wären diese nicht zu erwähnen. Hier sind z.B. EDV- oder Tastschreibkurse von positiver Wirkung.

Die Anlagen sortierst du in chronologischer Reihenfolge. Sprich: die aktuellsten Unterlagen kommen nach vorn.

Unterschätze nicht die Bedeutung und die Wirkung eines Zeugnisses. Es spiegelt entweder eine sachlich-objektive Bewertung deiner Leistung (Schul- und Abschlusszeugnis) oder die berufliche Einschätzung deiner Fähigkeiten durch Dritte (Referenzen) wieder. So, wie du dich bei Freunden z. B. nach einem guten Film erkundigst, interessiert sich auch ein Ausbildungsbetrieb für das Bild, das andere von dir haben oder wie du dich bisher bewiesen hast.

Streng dich also auch bei deinen Praktika an und hinterlasse dort einen guten und engagierten Eindruck, damit deine Praktikumsbescheinigung entsprechend ausfällt.

Wichtig:

Prüfe abschließend noch einmal alles sorgfältig auf Vollständigkeit (u.a. Unterschrift beim Anschreiben und Lebenslauf, alle Zeugnisse und Unterlagen enthalten?) und auf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler und dann alles in den Umschlag bzw. per PDF in die Email-Bewerbung.

Der Brief-Umschlag für deine Bewerbung

Du solltest einen Umschlag mit Pappverstärkung für den Versand deiner Bewerbung verwenden, da sonst vielleicht ein geknickter oder zerfledderter Umschlag auf dem Schreibtisch des Empfängers landet.

In manchen Unternehmen wird das Kuvert an die Unterlagen geheftet und gerät so durch mehrere Hände. Selbstverständlich sollte er ausreichend frankiert sein. Ein geknickter oder unterfrankierter Umschlag hinterlässt keinen positiven Eindruck. Manche Firmen verweigern die Annahme unterfrankierter Postsendungen. Die Anschrift sollte exakt der in der Stellenanzeige entsprechen, damit die Unterlagen gleich auf dem richtigen Schreibtisch landen.

Solltest du für die Adresse und den Absender keine gedruckten Etiketten verwenden, dann verwende bitte deine Sonntagsschrift.

Wir freuen uns übrigens auch, wenn du deine Bewerbung persönlich bei uns abgibst. So hast du schon mal die Möglichkeit, einen ersten kleinen Eindruck von unserem Unternehmen zu bekommen und vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit für ein erstes kurzes Kennenlernen.

Ab in die Post damit! Wir schicken dir zwar zeitnah eine Eingangsbestätigung. Erwarte jedoch bitte nicht, dass du umgehend eine Antwort zur Entscheidung erhältst. Lass zwei Wochen verstreichen, bevor du telefonisch den Stand der Dinge erfragst. Leute, die dauernd in der Personalabteilung anrufen, nerven nur!

Da wir wissen, dass du auf eine Antwort wartest, werden wir dir möglichst schnell eine Entscheidung zu deiner Bewerbung geben. Bei einer erfolgreichen Bewerbung laden wir dich dann zum Einstellungstest ein.

Aufgrund des Aufwands (Versand und Portokosten) bei schriftlichen Bewerbungen, schicken immer mehr Unternehmen die nicht in Frage kommenden Bewerbungen nicht mehr zurück, sondern entsorgen diese.

Wir sind uns des Wertes deiner Bewerbungen bewusst. Deshalb ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dir nicht nur kurz nach dem Eingang eine Eingangsbestätigung zu schreiben, sondern im Nichterfolgsfall auch zusammen mit der Absage deine Unterlagen zurück zu schicken.

Damit du dir ein Bild vom Ablauf unseres Entscheidungsprozesses bei der Azubi-Auswahl machen kannst, haben wir die einzelnen Schritte nachfolgend kurz mit dem Zeitplan aufgeführt.

  • Ab 01. August schalten wir die Stellen frei.
  • Mitte Oktober ist der erste Einstellungstest
  • Anfang bis Mitte November folgt der zweite Test für die Bewerber, die sich später beworben haben
  • Ende November finden die Vorstellungsgespräche statt
  • Kurz danach findet das ganztägige Assessment-Center statt, an dessen Abend werden wir sofort das Ergebnis kundtun.

Weitere Details zum Entscheidungsprozess bei uns findest du hier im Azubi-Blog im Menüpunkt Auswahlverfahren.

Abschließend noch ein letzter wichtiger Tipp. Solltest du einen Facebook-Account haben, prüfe bitte bevor du deine Bewerbungen verschickst, ob die Informationen, die dort für jedermann sichtbar sind, ggf. eingeschränkt werden sollten auf den Freundeskreis. Es passiert leider häufig, dass z.B. Bilder von Partys mit viel Alkohol und / oder Wasserpfeifen etc. für jeden facebook-Nutzer frei zugänglich sind – also auch für potenzieller Arbeitgeber. Da es heutzutage üblich ist, dass auch die Facebook-Auftritte der Bewerber angeschaut werden, solltest du hier entsprechend „aufräumen“.

So, nun hast du alle Tipps gelesen. Berücksichtige diese bitte unbedingt.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung und freuen uns, wenn du uns mit deiner Bewerbung begeisterst.

Die außergewöhnliche Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement für den Bereich Hagen, Lüdenscheid und Schwelm.